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Daten aller Plattformen vereinigt euch

Die größte Herausforderung der deutschen Digitalbranche in den nächsten Jahren wird es sein, die Innovationskraft deutscher Marktteilnehmer in Adtech, Data und Media überall in der Wertschöpfungskette gegen die Bemühungen der Walled Gardens, ein Oligopol zu schaffen, zu verteidigen. Damit dies gelingt, ist Kooperationsbereitschaft und das Schließen von Allianzen mehr denn je gefordert. Aus dem stark konsolidierten Mediageschäft kennen wir dies seit 2011 nur zu gut, nicht umsonst nennen wir uns Advertising Alliance. So wurden in der Vergangenheit die Stärken im Bereich Media von unterschiedlichen Spezialvermarktern mit hoher technischer Kompetenz in der operativen Kampagnenaussteuerung kombiniert.

Die „Allianz“ um die Datenplattform deutscher Konzerne unter dem Arbeitstitel „DIPP“ [1] ist daher ein außerordentlich wichtiger Schritt in die richtige Richtung, für die Digitalbranche, aber auch für den deutschen Datenschutz.

Ob es langfristig ein wertvolles Gegengewicht zu Google und Co im Bereich Identity Management und BigData für die deutsche Digitalbranche wird, wird meiner Meinung nach auch davon abhängen, wem die Platform zugänglich gemacht wird. Ob sie ein weiterer, nationaler Walled Garden wird oder ob die Plattform auch Gründern und mittelständischen Marktteilnehmern zugänglich gemacht werden wird. So hätte sie die Chance auf nationaler Ebene eine Verbreitung im Midtailsegment zu erreichen und auch kleineren innovativen Unternehmen eine Perspektive für die zukünftige Weiterentwicklung der bestehenden Systeme und Technologien zu ermöglichen. 

Das kooperative Plattformmodelle funktionieren, sieht man Eindrucksvoll bei den internationalen Big Playern und auch die Otto Gruppe kündigt für ihr Digitalgeschäft die Öffnung für mehr Kooperationen mit anderen Marktteilnehmern an [2]. Im digitalen Marketing sind die strategischen Partnerschaften zwischen der Otto Gruppe und Ströer Digital [3] oder ProSiebenSat1 und Zalando [4] nur die größeren Beispiele der jüngeren Vergangenheit, die diesen Trend unterstreichen.

In diesem Sinne wäre eine offene Datenplattform nationaler Marktteilnehmer langfristig zum Nutzen aller Beteiligten und ein wichtiges, positives Signal in Richtung Verbraucher und Politik gleichermaßen. 

Matthias Schönborn ist Teamleiter Data Analytics bei der Advertising Alliance und verantwortet unter anderem die DDA-Angebote sowie die Profildatenvermarktung der über 80 Millionen deutschen Nutzerprofile des Advertising Alliance Datenpools.

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